Eine Wiese schöner Momente

vergiftet. verbrannt. verwirrt.

Verfasst von: federfee Am: 30. Januar 2012

ist doch nur ein Kartenspiel

Wir wollen doch nur spielen.
Dachten wir jedenfalls, als wir die unzähligen Regeln für Juniors neue Sammelkarten mit Spielmöglichkeit durchblätterten.

Es gibt Anleitungen, die sind kurz und leicht verständlich.
Es gibt Anleitungen, die umfassen viele, viele Seiten, wobei darin mehrere Sprachen vorkommen und der Seitenumfang nur sekundär eine Rolle spielt.
Und es gibt Anleitungen, die umfassen sehr, sehr viele Seiten, haben eine kleine Schrift, sind kompliziert und besitzen jede Menge Sonderfälle.

Alle Eltern, die schon mal versucht haben, den Nachmittag mit ihren Kindern spontan mit Pokémon als Kartenspiel zu verbringen, wissen, welcher Anleitungstyp uns anlachte. An alle anderen, der kleine Tipp: Variante I und Variante II waren es nicht…

Basispokémon, die sich entwickeln. Trainerkarten, die Sonderaktionen ermöglichen. Items (ich dachte bis dahin, das gibts nur in der elektronischen Welt), die tolle Funktionen auslösen. Verbrennungen. Vergiftungen. Schadensmarken. Marken für Verbrennungen. Marken für Vergiftungen. Angriffe. Poképower. Schwächepunkte. Resistenzhöhe. Rückziehkosten. Energiekarten, wobei nicht jede Energie jeden Angriff ermöglicht. Außerdem sei auf die richtige Anzahl der benötigten Energie zu achten. Und Verwirrungen…  Ja, auch Pokémons können verwirrt sein – nach bestimmten Angriffen. Wir sind es jedenfalls schon vor Spielbeginn und drehen uns anleitungsgetreu auf dem Kopf, um unserer Verwirrung den richtigen Ausdruck zu verleihen…

Nicht ohne meine tägliche Dosis…

Verfasst von: federfee Am: 27. Januar 2012

Ich weiß, heute geht es nicht. Das nötige Kleingeld fehlt. Und die Zeit, noch schnell vorm Verlassen der Wohnung nach eben diesen Münzen zu suchen.
Die Hälfte des Brauch-Betrages habe ich ja. Aber eben nur die Hälfte. Damit werde ich nicht weit kommen.

Dann eben heute nicht. Ich muss zur Arbeit. Bin ohnehin spät dran. Ganz sicher, ich werds überleben. Habe schließlich noch einen Ersatz dabei, wenn ich es mir schon nicht „frisch“ kaufen kann.

Am S-Bahnsteig angekommen, bleiben mir noch wenige Minuten bis der Zug ebenfalls zum täglich vereinbarten Treffpunkt erscheint…
…Menno, die Zeit würde genau reichen um…

Aber ich habe ja nicht genügend Geld dabei. Pech gehabt und jetzt Schluss mit Jammern.

Aber es drängt schon sehr. Irgendwie. Es fehlt. Zumindest wäre es schon schön, wenn…

Hatte ich nicht letztens noch eine goldfarben-eingefasste Münze in meiner „Alles-rein“-Rucksackabteilung gesehen?
Hastig wühle ich mich durch Kassenzettel, Schlüssel, Lippenbalsam, Taschenkalender und was frau sonst so braucht. Kleine Münzchen sind auch dabei. Aber nur in rostbraun. Viel zu gering der Wert.

Dann eben heute nicht. Die Bahn kommt sowieso gleich. Selbst wenn, ich würde es nicht mehr schaffen. Nicht schlimm.

Moooment. Ich habe ja noch zwei weitere Alles-hinein-Abteilungen. Meine supergeräumigen Jackentaschen! Kassenzettel, MP3-Player, Taschentücher, Lippenbalsam (manches braucht frau einfach mehrfach oder hat es zumindest einfach dabei)… und… etwas Kleingeld. Kleines Kleingeld in rostbraun. Und – hurra hurra – eine große Münze mit einer 2 drauf! Perfekto!!
40 Cent hättens auch getan (wie erwähnt – die andere Hälfte hatte ich bereits), aber wozu noch meckern?!

Von den wenigen Minuten bis zum Eintreffen der S-Bahn sind nur noch weniger übrig. Die Zeit läuft – und ich mit ihr. Schnell zum Bahnhofseingang. Zur Zeitungsverkäuferin meines Vertrauens. Meine tägliche Dosis an Weltnachrichten abholen…

…Puuh – nochmal alles gutgegangen. Oder sollte ich schon anfangen, mir Sorgen zu machen?

P52 #4 – liniert

Verfasst von: superachim Am: 25. Januar 2012

Tolle Wurst! „Etwas Schönes zusammen machen“ hat sie mir versprochen. Und jetzt??? Jetzt hock ich hier auf dieser blöden Holzbank. Die schmalen Lücken zwischen den Brettern gerade breit genug, dass ein alleingelassener und ausgehungerter Elefant wie ich es bin, enorm aufpassen muss, nicht hindurchzurutschen.

Hätte ich auch gleich drauf kommen können, dass mein egoistisches Weib nur in ihren Läden shoppen gehen will. Nix mit Elektro. Nix mit lecker Essen kosten. Nur haufenweise Frauen beim Klamottenan- und wieder -ausziehen. Moment mal…
…haufenweise Frauen? Klamotten ausziehen??… Pauliiiineeeee, hol mich hier aaab. Ich will mit!!!!

ja, wo is er denn nu?

Verfasst von: federfee Am: 22. Januar 2012

„Gehts noch, oder was?“
Erst klaut dieser Idiot mir in der 30er-Zone die Vorfahrt und dann meint er auch noch, sich via Lichthupe beschweren zu müssen! Gestenreich lassen großer Schatz und ich ihn wissen, was wir davon halten. Nochmal kurz gehupt. Denn unsere wütenden Handzeichen wird er nicht gesehen haben. Es ist noch dunkel. Morgens. Haben gerade Junior zur Schule gebracht. Seltene Ausnahme, die wir dementsprechend genießen. Da kann auch ein egoistischer Autofahrer nicht dran rütteln. Trotzdem. Ja, Autofahr-er. Ein Mann, mal wieder. Ich wollts nur mal erwähnt haben.

Aber dabei solls nicht bleiben an diesem dunklen Wintermorgen in der ruhigen wie auch zugeparkten 30er-Zone. Die nächste entgegenkommende Lichthupe folgt nur wenige Meter später. Oh – bestimmt eine Warnung vorm Blitzer. Ab und zu stehen sie bekannterweise tatsächlich in dieser Straße, entsinne ich mich und bedanke mich per Handzeichen für die nette Geste.
Haben wir dem Rowdy von eben womöglich Unrecht getan?
Was solls. Die Vorfahrt hat er uns schließlich de facto geklaut.

Jetzt also den Tacho immer im Blick – so gut das eben geht, wenn das Tacholämpchen ausgefallen ist. Allerdings nicht erst heute. Aber dank dämmerlich scheinender Straßenlaternen klappt das schon. Reine Gewöhnungssache.

Der nächste entgegenkommende Autofahrer tuts seinem Vorgänger gleich und lichthupt uns an. Und der übernächste. Und der überübernächste.
Ja, ja, wir wissen Bescheid. Vorsicht, Blitzer. Alles klar. Vielen Dank! So tuckeln wir in bester Sonntagsfahrmanier die nicht enden wollende Langsamfahrstraße entlang. Ein Auge zum Tacho. Das andere abwechselnd auf die eigentlich wenig befahrene Straße und an dessen Rand. Jetzt will ich den Blitzer wenigstens sehen. Beziehungsweise dessen Aufbauer.
Das Einzige, was wir allerdings zu Sehen bekommen, sind weitere Lichthupen. Aber wo ist er denn nun? Die Straße ist jeden Moment zu Ende.

So, jetzt müssen wir abbiegen. Weder Blitzer oder laserpistolenhaltende Leute gesichtet. Und schon wieder… eine Lichthupe. Hmm? Meinten die etwa die ganze Zeit die Querstraße? Schon merkwürdig, irgendwie. Oder liegts eventuell an uns? So langsam kommen wir ins Grübeln. Vielleicht eine der beiden Scheinwerfer kaputt? Apropos Scheinwerfer…

…ich bin tatsächlich die ganze Zeit (also anderthalb Straßen) gänzlich ohne Licht gefahren – AUWEIAAAA

ich glaube, ein Ups reicht an dieser Stelle nicht aus. Hoffentlich die Versicherung, dass mir das sonst nie, nie, nie passiert, sondern das Licht eigentlich schon reflexartig angestellt wird. Auch zu helleren Tageszeiten…

 

„Ach, Achim…“

Verfasst von: superachim Am: 18. Januar 2012

harre aus, ich rette dich !

„Ach, Achim,“ hauchte sie mir ganz erschöpft ins Ohr. „Du bist ein wahrer Held! Wärst du nicht gekommen, ich wäre hier oben bestimmt verloren – für immer.“

Hat sie ja toll gesagt. Das mit dem Held und so. Kann ich zwar nicht verstehen. Aber was solls. Nein, nicht das mit dem Held. Natürlich bin ich einer! Aber sie hätte sich auch locker selbst retten können. Eine mit Spielzeug versperrte Leiter… Paah! Wäre sie eben gesprungen. So hoch wie sich Hochbett anhört, ist es nun auch wieder nicht. Außerdem hat sie ja genug Speck, um weich zu landen.

Dass ich am Seil hochgeklettert bin , lag eigentlich nur an den Marzipanbroten, die neben Pauline lagen und bis unten geduftet haben. Wirklich – durchs Papier hindurch!
Da ist Eile gefragt. Der große grüne Drache steht da genauso drauf wie ich. Der schnieft einmal durch seine monströsen Nasenlöcher – und schwupps sind sie weg, meine Köstlichkeiten. Naja, und jetzt wo ich die beiden gerettet habe und Pauline glaubt, ich habe den echt beschwerlichen Weg des Seilkletterns nur wegen ihr auf mich genommen…

Ja, es gehört schon was dazu, ein echter Held zu sein.  Autogramme gibts später.

Apropos: die großartige federfee *schleim* hat es mir tatsächlich erlaubt, meine Fotos und Geschichten ab sofort selbst hier reinzustellen und genauso selbst auf eure Kommentare zu antworten. Hab jetzt nämlich meinen eigenen Account *bruststolzhervor*. Also keine Scheu mien Jungs und Deerns.


lasst sie uns aufheben - die im Alltag herumliegenden Stolpersteine...

Achtung, Achtung !

Die Seite muss momentan leider einige Umbaumaßnahmen über sich ergehen lassen. Das Ganze kann und wird sich noch etwas hinziehen. Daher bitte die optischen Aspekte erstmal außer Acht lassen. Anregungen dürfen natürlich trotzdem angebracht werden :)

Projekt 52

was ihr über Achim wissen solltet

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