Archiv für den Monat August 2009

alles das Gleiche…

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monoton. laaangweilig. ööööde. ermüdend. schnarchig. ätzend. demotivierend. einschläfernd. zum Gääähnen.

sich-wie-Kaugummi-ziehend. eintönig. (frei)zeitraubend. unverständlicher Wortsalat.

denkfreie Zone. Augen-zufallend. Sekunden-zählend. verträumt. Streichhölzer-zwischen-Augenlider-steckend.

minütlich-auf-Uhr-starrend. Uhr-hypnotisierend.

sich-ins-Bett-wünschend.

Bis heute war mir nicht bewusst, wie viele Synonyme es gibt für “letzte Unterrichtseinheit des Tages”

(wovon es pro Woche ohnehin nur vier Einheiten á 90 Minuten gibt…)

lustig, lustig

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Ganz begeistert berichtet mir Sohnemanns bester Freund von einem seiner Fernseh-Erlebnisse:

“Ich habe schon mal King Kong geguckt. DER war lustig!!! Der hat zwei Menschen auseinander gerissen und sogar einen aufgefressen!!!”

Mensch, Mensch. Wie sich die Definition von lustig unterscheiden kann, dacht ich mir und war umso erstaunter, als mir eben dieser Siebenjährige von seinem kürzlichen Berlin-Aufenthalt berichtete:

“Ich hab auch ein Stück deutsche Geschichte angefasst!”, sprachs und zeigte mir seinen Fotowürfel mit Verweis auf das Brandenburger Tor…

Von wegen, die Jugend verblödet.

Nur das mit dem “lustig”, daran sollten wir vielleicht noch arbeiten…

einmal Zeit – ohne alles

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Ich liege.

Unter mir streckt die wohl schönste Picknick-Decke der Welt ganz entspannt alle vier Ecken von sich.

Über mir füllt das kräftige Hellblau das gesamte Firmament mit all seiner leuchtenden Farbkraft. Nicht ohne klitzekleine, wattebauschähnliche Getiere passieren zu lassen.

Neben mir tippelt der winzige schwarze Käfer mit seinen noch winzigeren Beinchen flink die Gänseblume hinauf. Vermutlich, um seinen wohl verdienten Feierabend unter der wärmenden Augustsonne zu genießen.

Vor mir glitzert und funkelt die ruhige Oberfläche des Sees wie es sich jede Prinzessin immer erträumt.

Kinder spritzen sich nass, werfen sich mit ihren Eltern bunte Bälle zu und zeigen stolz ihre architektonischen Meisterwerke aus nassem Sand.

Hinter mir kommen gerade die nächsten Tagesgäste an, suchen nach einem freien Plätzchen zum Relaxen.

Nur einer ist nicht da.

Der stets verhasste Partner der Zeit.

Auch als Druck bekannt.

Selbst ihr liebstes Kind, das Gefühl, hat die Zeit an diesem herrlichem Nachmittag zu Hause gelassen.

Welch ein Glück!

Kein einziges Verlangen, auf die Uhr zu schauen.

Schon gar nicht der Wunsch, nach Hause zu gehen.

Ein Gefühl der Schwerelosigkeit…

Unterricht bei 37°C

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Er redet. Einer fragt. Er antwortet.

Der Wind zieht vorsichtig die Tür zu. Die S-Bahn rauscht am offenen Fenster vorbei.

Er redet immer noch. Der Fragesteller tauscht sich nun mit seinem Nebenmann aus.

Eine weitere S-Bahn brettert geräuschvoll vorbei.

Er redet. Und er redet.

Er überlegt. Er schweigt. Er redet wieder.

Jemand stöhnt wegen der unerträglichen Hitze. Ein anderer gähnt.

Er fragt. Jemand liest. Er fragt erneut. Jemand antwortet.

Ein anderer schreibt etwas auf.

Ein Blick auf die Uhr.

Die Zeit steht still…

es kommt nicht auf die Länge an…

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Man nehme ein A, ein b, ein i. Schütte alles in einen Cocktail-Mixer, schließe ihn gut und schüttele 10 Sekunden lang kräftig. Danach gießt man den Buchstaben-Mix in einer Reihe auf ein leeres Blatt Papier, garniere ihn beliebig mit h, n oder auch s. Anschließend wiederholt man die Prozedur beliebig oft. Fertig ist der selbst kreierte Name per Zufallsprinzip!

Auf diese Weise hat offensichtlich ein Verwaltungsbeamter aus dem zentralasiatischen Buchera die Namenswahl für seinen Sohn im 9. Jahrhundert getroffen:

Abu Ali al-Husein ibn Abd Allah ibn al-Hassan ibn Ali ibn Sina al-Balchi

Was immer das bedeutet, aber das nenn ich mal einen Namen!

Nicht vorzustellen, wenn der Vater den Sohnemann im ernsten Ton und dementsprechend den Namen in voller Länger durchs Haus brüllt…wie viele Versuche er sich dabei wohl gegeben haben mag???

(Quelle: Serie Iran des Stern 28/2009)