Archiv für den Monat September 2009

Gesundtag

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Gesundtag.

Genau. Richtig gelesen. Morgen ist es endlich wieder soweit. Unser persönlicher, ganz eigens initiierter und familiärer Gesundtag steht an. Auf Freiwilligenbasis versteht sich.

Aufgrund des gemeinsamen Wunsches von mir und großem Schatz, die Körpermasse-Reduktion anzukurbeln, gibts morgen Fitness zum Löffeln und Aufgabeln. Bezüglich des Relax-Wunsches, der schon während der letzten Woche und nicht erst wie der Gesundtag heute spontan gefasst wurde, bleibt die Sache mit dem Sport erst mal offen. Spontan eben.

Morgens Müsli mit Naturjoghurt. Mittags Reispfanne mit viel Gemüse, fleischlos. Selbstredend. Abends Salat. Und für zwischendurch Obst und Bewegung an frischer Luft!

Aber wie viel Gesund ist eigentlich gesund?

Es fängt schon damit an, dass Penny mir vernünftiges Müsli OHNE Schoko in seinem Angebot schlichtweg verwehrt hat! Frechheit. Nicht, dass ich Schoko nicht mag. Im Gegenteil. Ich liebe Schokolade. Und brauche in sehr, sehr regelmäßigen Abständen eine gewisse Ration des süßen Suchtmittels. Ich sag nur Zucker. Nun gut, morgen früh bekomme ich sie. Unerwünschter Weise.

Was ist mit Kaffee?

Den trinke ich ausschließlich mit Zucker und Milch. Soll ja schmecken. Sicher, am Gesundtag tendiert mein inzwischen Gesunde-Ernährungs-Gen eindeutig zu ungesüßtem Tee. Ob Kräuter oder Früchte bleibt meinem Geschmack überlassen. Immerhin.

Problematisch dabei ist nur, dass mich weder Kräuter- noch Früchtetee so wunderbar aus meiner morgendlichen Aufwachphase befreit wie es der selbst aufgesetzte Kaffee vermag. Sicher, schwarzer Tee soll bekanntlich ähnliche Wirkung erzielen. Mag ich aber nicht, weil schmeckt mir nicht. Und passt allein deswegen schon nicht ins Konzept des Relaxtages, der mit dem Gesundtag auf einer Ebene steht.

Also doch lieber Kaffee mit Zucker. Fürs Relaxen unabkömmlich. Würde sonst auch mit dem Plan der möglichst vielen Bewegung an frischer Luft und eventuell Sport in Konflikt geraten. Wie nämlich soll das denn funktionieren, wenn ich in halbwachem Zustand und gefühltem (!) Flodder-mäßigem Aussehen das Haus verlasse?

Vor eine fast noch größere Herausforderung stellt mich jedoch die überaus große Schüssel Pflaumen im Kühlschrank. Richtig. Ist in der Kategorie Obst – also gesund – gelistet. Dumm nur, dass ich dem kleinen und dem großen Schatz bereits vor Tagen das Versprechen gegeben habe, die blauen, weichen Obsteier in leckeren Kuchen zu verwandeln. Konnt ja keiner ahnen, dass plötzlich Herr Gesundtag an unserer Tür klingelt und um Einlass bittet.

Ob das Argument reicht, die große Menge Obst im Kuchen gleicht Kalorien und Fett der anderen Zutaten – unter anderem Schmand und Zucker – vollständig aus? Andererseits Müsli, Reis-Gemüse-Pfanne, Salat UND natürlich viel Bewegung an frischer Luft könnten das doch in gemeinschaftlicher Absicht – aufgrund fettreduzierter Eigenschaften – hinbekommen, oder nicht?

Außerdem, es gibt genug Gründe, die dafür sprechen, die Pflaumen morgen im Rahmen eines feierlichen süßen Schmauses in den ewigen Garten der Obstsorten zu verabschieden. Eine Woche alt, erste Anzeichen von Schrumpligkeit (Moment, sollte man zum Backen nicht eher feste Pflaumen nehmen???). Und extrem wichtig, dass am Familien-Relaxtag ein selbstgebackener Kuchen auf dem Nachmittags-Kaffee-Tisch zum Verzehr bereit steht. Der Gemütlichkeit wegen. Ach ja, apropos Nachmittags-Kaffee-Tisch. Das Mittelwort steht natürlich nicht ohne Bedeutung dort. Erneute Ration Kaffee mit Milch und Zucker. Ohne geht ja gaaar nicht. Wie ungemütlich sonst.

Und außerdem machen gesunde Sachen bekanntlich nicht unbedingt satt. Also, das frische Obst am Nachmittag ersetzen wir am besten gleich durch die im Kuchen verbackten Pflaumen. Damit der ein komplettes Blech füllende Kuchen nicht schlecht wird – könnt ja passieren – essen wir eher ein Stückchen mehr davon. Was aber eventuell auch daran liegen kööönte, dass wir bekennende Kuchenliebhaber sind. Aber dafür sind wir dann abends so satt, dass wir womöglich auf den Salat verzichten können. Spart Kalorien.

Oje, jetzt meldet mein Magen auch noch einen vorzeitigen Bedarf an erneuter Nahrungsaufnahme an. Hätte ich den Kuchen schon heute gebacken, wären bis auf den Kaffee-Konflikt sämtliche Probleme für morgen gelöst:

Der Kuchen wäre bis morgen früh so gut wie aufgefuttert. Sowohl kleiner und großer Schatz bräuchten sich mit der Versuchung nicht mehr herumzuplagen. Hab ich ja dann für die Beiden übernommen. Das würden sie sicher zu schätzen wissen.

Ich hingegen hätte so starke Bauchschmerzen, dass an Essen gar nicht zu denken wäre. Die Pflaumen sind von ihrem tristlosen und kalten Dasein im Kühlschrank befreit.

Alles wäre gut.

Fast alles. Aufs Relaxen müsst ich dann wohl verzichten. Und ob das dann gesund ist?

Klare Ansage

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Scheiße sagt man nicht, Scheiße macht man,” verbessert Junior unsere versehentlich falsche Wortwahl und lässt zeitgleich unsere elterlichen Unterkiefer in unterste Hängeposition fallen.

Das ist doch mal eine Ansage. Ein Spruch fürs Leben. Woher er den hat? Von uns jedenfalls nicht. Ist aber auch egal. Manchmal lernen eben auch Eltern von ihren Kindern.

Bleibt nur zu hoffen, dass er die Doppeldeutigkeit seiner kindlichen Weisheit nicht allzu schnell herausfindet…

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spricht

Der Wochenende muss her!

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Das Lkw. Der Datum.

Mein Konzentration war gestern schon sehr mitgenommen auf das Arbeit.

Kein Wunder, nach die fünf entspannungsfreien Tagen.

Die Gott sei Dank, dass heute nun endlich der Wochenende angefangen hat…

Was, erst Freitag???

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“Is doch Wochenende. Kann doch der Wecker aus,” fällt es mir im Tiefdunkeln zwischen zwei Traumeinheiten plötzlich ein. Ein halbwaches “Ja” oder so ähnlich von meinem schlafenden Bettgenossen befürwortet mein Vorhaben. Also, Wecker aus!

“Mama, es ist schon 5 Minuten vor um 7″, reißt mich Sohnemann nach unfertiger Nachtruhe aus dem Schlaf. Waaas? Nicht Wochenende? Erst Freitag? Oh.

Mehr als eine halbe Stunde Zeitverlust im morgendlichen Family-Wake-Up-Programm… Katastrophe!!!

Gut, dass wenigstens der Jüngste den Ernst der Lage erkannt und uns Erwachsene vor Schlimmeren bewahrt hat.

Doch was ist das? Statt sich im Eiltempo anzuziehen und sich pflichtbewusst am Tischdecken zu beteiligen, sitzt Sohnemann im Schlafzeug vor dem viereckigen Kasten mit den bunten, bewegten Bildern…

Macht er sonst nie in der Woche – Darf er sonst auch nie in der Woche um diese Zeit!

Ratet, seine Gedanken:

a) Außergewöhnliche Momente erfordern außergewöhnliche Maßnahmen

b) Mit einem Zauberspruch von Bibi Blocksberg wird der Freitag doch noch zum Wochenende

c) Die wirkliche Bildung gibts sowieso nur ausm TV – Scheiß auf Schule

Naja, allles gut gegangen. Zeitverlust grandios aufgeholt und überall pünktlich angekommen.

Bleibt nur noch eine Frage offen:

Warum quälen wir uns jeden Morgen so früh aus dem Bett, wenn wir offensichtlich auch mit 50% der Zeit auskommen???