Archiv für den Monat November 2009

Helden marsch!

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Es kam der Tag – noch gar nicht lange her – da haben auch Sohnemann und ich uns gegen (die normale) Grippe impfen lassen. Nur ein kleiner Piks, kennt er ja schon.

Zum Glück klebt die Schwester ein Pflaster auf die schon gar nicht mehr zu erkennende Einstichstelle. Man könnte ja plötzlich verbluten. Nein, bloß nicht dort anfassen. Könnte tierische Schmerzen verursachen.

Ein paar Meter von der Arztpraxis entfernt, erklärt mir Junior ganz fachmännisch:

„Ist ja klar, dass das dort noch ein bisschen wehtut. Jetzt sind die ganzen Helden alle noch auf einer Seite, die müssen sich erst noch verteilen.“

Gut aufgepasst bei der elterlichen Erklär-Stunde vor einigen Jahren.

sowohl teuer als auch nicht billig

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Fußball. Profi-Liga. Spieler wechseln Vereine. Vereine zahlen dafür mächtig Schotter an andere Vereine. Zahlen liegen uns vor.

Ich: “Ganz schön teuer.”

Sohnemann: “Nicht nur das. Billig ist das auch nicht!”

Ein Sonntagmorgen nur für mich

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Ein leises Miauen lässt mich murrend umdrehen. Das noch nicht vorhandene Tageslicht verklickert mir jedoch, an Aufstehen ist noch lange nicht zu denken. Katze nimmts hin und schweigt.

Nicht mehr als fünf Minuten später stehe ich trotzdem schlaftrunken vorm Bett. Mein Blick auf die Uhr: sieben. Alles ist ruhig. Ungewohnte Ruhe besonders im Kinderzimmer. Puuh, Sohn schläft noch tief und fest. Auf leisen Sohlen Kaffee aufgesetzt, Cornflakes samt Lieblingsschüssel geschnappt und gleich den Laptop hochfahren. Und hoffen, dass die Ruhe mindestens eine Stunde anhält – länger wäre auch sehr angenehm.

Noch bevor ich die Küche verlasse, lässt sich die Kinderzimmertür geräuschvoll vom Siebenjährigen öffnen. Welcher fröhlich – und leider für Sonntagmorgen deutlich überlaut – einen “Guuuuten Mooorgen, Mama!” verkündet.

So schnell lässt sich eine sonntagmorgendliche Ruhe verscheuchen. Klar, ist sie ja auch seltener Gast bei uns – zumindest um diese Uhrzeit.

Kind marschiert ins Bad, Mama stellt enttäuscht das Cornflakesglas zurück. Hätte ja klappen können.

Sohnemann verkrümelt sich wieder in sein Zimmer, Mamas Kontrollbesuch ob des unbeliebten Klamottenanziehens vorm Spielen endet mit einer angenehmen Überraschung. “Ich möchte bis um 10 im Bett bleiben – und dann nochmal fünf Stunden”, dringt aus kindlichem Mund zum mütterlichen Gehör. “JIPPIE JIPPIE!!! “, jubelt es in mir. Aber das nur in Gedanken.

Der stille Sonntagmorgen gehört also doch wieder mir. Zumindest für eine Stunde. Dann ist nämlich das Hörbuch, dass sich Sohnemann zum unterhaltsamen im-Bett-bleiben angemacht hat, zu Ende.

Das Leben ist ja auch kein Wunschkonzert. Trotzdem läuft öfter mal die Lieblingsmusik.