Archiv für den Monat Oktober 2011

Ab in die Kiste – mit den Piefkes & Idioten

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Nicht zu schnell fahren. Gegebenenfalls etwas langsamer. Aber nicht schleichen! Bloß nicht schleichen. Und auf gar keinen Fall zu schnell fahren. Um Himmels Willen! Raser sind nämlich Idioten. Alle! Und was für welche…

Die Ampeln niemals unterschätzen. Ihre sprunghaften Launen können es ganz schön in sich haben. Und dann ist blitzschnelle Reaktion gefragt. Nein, nicht sofort in die Eisen. Sonst schöbe sich sofort die “Typisch-Frau”-Schublade auf. Natürlich nur bei tatsächlich weiblichen Fahrern. Alle anderen kämen in die Kiste der “Piefkes”. Die Kiste jener Piefkes, die spinnen.
Also erstmal genau überlegen, ob es sich um eine gelb-grüne oder gelb-rote Ampelsituation handelt. Aber bitte schnell überlegen – und noch viel schneller entscheiden! Und immer dran denken,  bei falscher Entscheidung droht die Schublade…

Gleiches gilt selbstverständlich für Zebrastreifen, Vorfahrt gewähren (oder eben Vorfahrt nutzen), Lässigkeit beim Spurenwechsel, Geschwindigkeit beim Abbiegen, Blinker setzen… Nicht zu vergessen, das Einhalten der gelben und weißen Linien, welche von der Straßenmeisterei mit konkretem Hinweisauftrag an die Autofahrer auf den Asphalt aufgebracht wurden.

Es gehört schon einiges dazu, sich seinen Großeltern als Chauffeur zur Verfügung zu stellen. Und dauert die Fahrt auch nur zehn Minuten.

Anmerkung:

Ich weiß nicht, ob andere Verkehrsteilnehmer meine Situation bewusst ausnutzen (was schlecht vorstellbar ist, bei all der Rücksichtnahme im Straßenverkehr). Nur jedes Mal (Achtung Wiederholung: JEDES MAL) wenn meine Großeltern mit an Bord sind, nimmt mir ausgerechnet dann jemand fast oder ganz meine Vorfahrt, taucht plötzlich und unvorhersehbar aus dem Nichts auf oder versucht mich mit anderen verkehrsrechtlich nicht einwandfreien Manövern zu attackieren… Es ist natürlich klar, was mit diesen dreisten Verkehrsteilnehmern passiert – Ab in die Kisten und Schubladen!

Juhuu – er ist weg und doch wieder da

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“Hey, guck mal – der Stepper sieht genauso aus wie meiner!”, mache ich Sohnemann auf das schwarzweiße Sportgerät vor unserem Haus aufmerksam. Es befindet sich direkt auf dem inoffiziellen Tauschbasarplatz. Sprich: Es steht neben der Tür. Denn hier gilt:
Wer etwas nicht mehr braucht, spart sich den Flohmarkt-Aufwand und stellt es raus. Der Nächste oder spätestens der Übernächste freut sich und nimmts mit. Tolle Sache.

Dieses Mal also ein Stepper, der exakt aussieht wie meiner. Aber ich habe ja nun schon einen. Seit etwa anderthalb Jahren oder so. Gebraucht, aber wie neu. Maximal zweimal benutzt. Diesen brauch ich daher definitiv nicht. Auch wenn er noch sooo gut aussieht.
Doch plötzlich und unerwartet: “Mooooment mal,” mahnt mich mein geschultes Adlerauge zur Wachsamkeit. Hinter dem Stepper steht so ein undefinierbares Holzdingens. Halb Regal, halb Kiste. Optisch äußerst merkwürdig. Derart merkwürdig, dass ich es vor geraumer Zeit mitgenommen hatte… für kreative Momente… (welche sich eben nur noch nicht ergeben haben).

Das würde allerdings nicht nur bedeuten, dass großer Schatz, wer auch sonst ;) , nicht nur das Holzirgendwas rausgestellt, sondern auch meinen heißgeliebten – wenn auch unbenutzten – Stepper der Wohnung verwiesen hat.

Vorsorglich klemm ich mir das gut erhaltene Fitnessgerät unter den Arm, um ihm weiterhin unbegrenztes Aufenthaltsrecht in unseren vier Wänden zuzusichern. In der Wohnung angekommen, ist Schatzi so sehr dem Putzwahn verfallen, dass er mein kleines Mitbringsel überhaupt nicht bemerkt. Gut so. Schnell an den alten Platz damit. Der richtige Moment, um Schatzi zur Rede zu stellen wird schon noch kommen.

Es sollte nur ein paar Stunden dauern.

Begleitet vom großen Schatz komme ich dem hauseigenen Tauschbasar näher. Erneut von draußen.
“Oh guck mal – der Stepper ist schon weg!”, freut sich Schatzi enorm darüber, jemanden mit dem vermeintlich nicht mehr benötigten Gerät glücklich gemacht zu haben. Und er freut sich wirklich sehr. Mein Grinsen lässt sich nicht länger verbergen und genügt, um ihn über meine kleine Rückholaktion wortlos zu informieren.

“Den BRAUCH ich!”, setze ich sofort zur Verteidigung an. Immerhin weiß ich, welche Diskussion jetzt folgen wird… Daher muss ich den Satz gleich mehrfach wiederholen und so überzeugend wie nur irgendmöglich darstellen. Mimik, Gestik – alles muss sitzen!

Zugegeben, in anderthalb Jahren maximal zweimal benutzt (wenns hochkommt) ist nicht gerade die überzeugendste Quote. “Aber darum gehts ja auch gar nicht!”, mach ich ihm klar. ” Ich WILL ihn wirklich nutzen. Ganz ehrlich!”

Dazu könnte erwähnt werden, dass ich den Stepper schon zum zweiten Mal vorm endgültigen Rauswurf bewahre. Die unzähligen Androhungen das Stepperasyl fristlos aufzuheben nicht mitgerechnet.

Aber Schatzi ist glücklicherweise kein Unmensch. Allerletzte Chance für die Freundschaft zwischen Stepper und mir – jedoch mit knallharter Auflage.
“Du musst ihn JEDEN Tag benutzen! JEDEN TAG, SONST…!”

“Jajajajajaja – ich will auch!”, gelobe ich schnell Besserung, während meine Augen ihr schönstes Zwinkern und mein Mund sein glücklichstes Lächeln aufsetzen.

Fazit nach fünf Tagen:

Tag 1 – Besuch schaute vorbei

Tag 2 – habe ich mich geschlagene zehn Minuten mit Auf- und Abwärtstreten gequält (gequält triffts am besten, einschließlich zweier Beinahe-Abstürze)

Tag 3 – mit Schatzi auf Sofa gequatscht (wäre unhöflich dabei zu sporteln)

Tag 4 – von Arbeit ausgelaugt und überhaupt…

Tag 5 – mit übergroßem Angstgefühl nach Hause gekommen, in der Annahme Stepper könnte bereits ausgewiesen worden sein

Gestern Abend sind wir bei Tag 47 angelangt.
In meiner Bettlektüre (Thema: mehr Bewegung im Alltag) tauchte indirekter Weise ein Stepper auf. Naja, Treppenstufen sind eben so ähnlich, oder?!? Und ganz plötzlich fiel mir mein kleiner stiller, schwarzweißer Freund wieder ein. Ein Blick unter meinen Schreibtisch (als einigermaßen gesichertes Versteck) offenbarte Böses! Nicht da! In meinem Schrank? Nichts. In Schatzis Schrank? Nichts! Und er hat erst vor ein paar Tagen im Schlafzimmer für Ordnung gesorgt…

Kurz bevor ich wutentbrannt Schatzi für sein offenbar unbarmherziges Verhalten gegenüber hilflosem und zugleich hilfreichem Equipment zur Rede stellen wollte, wanderte mein immer noch suchender Blick auf den Schrank. Puuhh. Glück gehabt. Zwar ist Stepper damit für mich erstmal nicht so leicht erreichbar. Aber er ist noch da. Und heute Abend fang ich. Vielleicht auch morgen. Aber dann ganz bestimmt. Wirklich!

Hilfe, mein Computer stiftet zum Mobbing an…

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“WAS HAST DU IHM GETAAAAN???”

Eine Frage, welche ich mir von meinem Kollegen des Öfteren stellen lassen muss. Dabei wüsste ich genau das auch gerne. Schließlich ist ER derjenige, der mich grundlos – wie ich finde – terrorisiert!
Und damit ist er noch nicht einmal der Einzige.

Mobbing am Arbeitsplatz, so das heutige Thema.

Wer sich jetzt jedoch auf intrigante Gerüchteschwätzer und nervtötende Plaudertaschen freut, den muss ich enttäuschen. Nein, keiner meiner Kollegen. Sondern mein engster (elektronischer) Teampartner ist es, der mich immer wieder boykottiert. Und zwar so, dass es gleich alle anderen mitbekommen. Für den richtigen Mobbingeffekt sieht es natürlich aus, als sei ER die Unschuld vom Lande. Muss ja.

Sein unüberhörbares “Was machen Sie denn da?” habe ich bereits am zweiten Arbeitstag ausgestellt. Der spinnt wohl! Mich mit eindeutig empörtem Unterton vor allen Kollegen so bloßzustellen. Er könnte mir auch leise zuflüstern “Ich empfehle Ihnen…” Aber nein, er posaunt es lieber für alle raus. Nicht mit mir. Ton aus und Ruhe.

Dachte ich.

Stattdessen denkt sich mein Arbeitscomputer neue Gemeinheiten aus. (Dabei gebe ich ihm jeden Tag genug Aufgaben gegen seine Langeweile!)
So sperrt er mal ganz spontan das Fakturierungsprogramm für sämtliche Kollegen (in meinem Namen natürlich, er ist ja auch “mein” Computer”). Dass ich an diesem Tag nicht einmal annähernd etwas mit dem Programm zu schaffen hatte, lässt er einfach unberücksichtigt. Er weiß schon, wie er das vor dem Administrator vertuscht.

Hinzu kommen der eine und andere Totalabsturz, der mich für den Rest des Tages daran hindert, das doch so notwendige Internet ungehindert zu nutzen. Es ist als wolle er sagen “Tu es doch – aber dann leg ich hier wieder alles lahm.” Und das tut er dann auch. Wieder und wieder.

Selbst seine besten Kumpel – Drucker und Kopierer (welcher dank Scan- und Druckfunktion ebenfalls eng mit Computer zusammenarbeitet) – stiftet er regelmäßig (ja, regelmäßig) zu kleinen Stänkerpartien gegen mich an.
Ihr liebstes Spiel: Dokumente zerreißen! Kopierer kann das besonders gut. Drucker zeigt sich dagegen gerne als gefräßiges Monster, welches aus lauter Boshaftigkeit vorzugsweise Formulare verschluckt. Formulare, welche in vier- oder fünfacher Ausfertigung je Satz mit nur einer verschluckten Seite komplett unbrauchbar sind – und tollerweise nicht auf normalem Kopierpapier gedruckt sind, sondern zuvor käuflich erworben werden müssen. Und ja, ich meine wirklich verschlucken. So, dass absolut nix – so ganz und gar nix mehr vom Blatt zu sehen ist und ich (mit Kollegenhilfe) erstmal Druckers Innenleben umkrempeln muss. Um an irgendeiner schlecht erreichbaren Stelle ein zur Ziehharmonika gefaltetes Stück Papier herauszuziehen…

Ab und an mangelt es Kopierer offenbar nur an ausreichend Aufmerksamkeit. Es sei dazu gesagt, dass aufgrund seiner Kopier- und Scanfunktion extrem abhängig von seiner Geschäftstüchtigkeit bin und seine Dienste täglich sehr, sehr oft in Anspruch nehme. Doch hält ihn das lange nicht davon ab, mich indirekt an ihn zu fesseln. “Die untere rechte Klappe öffnen”, befiehlt er mir dann in voller Spiellaune und weigert sich, weiterzuarbeiten, bevor ich nicht gehorche. Ich öffne besagte Klappe – ein eingeklemmtes Blatt oder dergleichen ist nicht in Sicht. Ich schließe die Klappe. Er spuckt die gewünschte Kopie aus. Eine von vielen. Das weiß er. Und aus diesem Grund wiederholt er das Spielchen allein bei einem Kopiervorgang mindestens drei Mal. Mindestens.

Okay, okay – die Viruseinfangaktion an einem höchstgeschäftstüchtigem Freitag, welche den gesamten Firmenserver stundenlang lahmgelegt hat, geht tatsächlich auf mein Konto. Ich gestehe. Unbeabsichtigt natürlich! Das ist aber noch lange kein Grund, mich von technischem Equipment Woche für Woche derart drangsalieren lassen zu müssen!

Und als hätte sie Wind davon bekommen, fängt meine heimische PC-Maus auch schon an, mich zu ärgern. Wobei ich sagen muss, auf wirklich kreative Art und schon beinahe lustig. Sie kann nämlich etwas, das wir alle uns wünschen:
Sie macht sich unsichtbar!
Kein Scherz! Das halbrunde Ei auf meinem Schreibtisch ist selbstverständlich optisch weiterhin gut zu erkennen. Nur der Mauszeiger… Er schwirrt wie gewohnt über den Bildschirm, löst irgendwelche Funktionen und Verlinkungen aus, sobald man an der jeweiligen Stelle klickt. Nur ist er dabei absolut nicht zu sehen und die Spannung entsprechend hoch, ob es auch wirklich der gewünschte Button ist, der im nächsten Moment geklickt wird. Ist doch gar nicht so schwer, werden jetzt einige denken. Klar, leuchten einige Stellen auf, sobald der Mauszeiger darüber fährt oder stehen bleibt. Aber glaubt mir, längst nicht alle relevanten Stellen verfügen über diesen Komfort. Man denke nur an die unzähligen Möglichkeiten im Internet…
Aber netterweise treibt Fräulein Maus ihre Späße nur in unregelmäßigen Abständen. (Was allerdings nicht heißt, dass sie gelegen kommen!)

Vor einigen Tagen ist übrigens meine Taskleiste spurlos verschwunden. Einfach so. Von jetzt auf sofort. Und die minimierten Ordner/Programme?!?
Fragt doch mal meinen Computer.