Archiv für den Monat Juni 2012

Ach, lieber Herr Biorhytmus

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Endlich! Was mir Herr Biorhytmus seit zwei Tagen versucht vehemment klar zu machen, ist jetzt eingetroffen.

ES IST FREITAG !!!!

Auch wenn ich Herrn Biorhytmus’ Meinung sehr zu schätzen weiß, habe ich mich aus arbeitsvertraglichen Gründen doch lieber an den allgemein gültigen Wochenkalender gehalten.

Auf ein schönes Wochenende!

P52 #24 – knallig oder knall ich ?!?

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Endlich gehts wieder los. Das nächste Deutschland-Spiel!!! Bestens ausgerüstet habe ich mir schon mal den optimalsten Fernseh-Platz auf dem Sofa gesichert. Man kann ja nie wissen. Endlich hats federfee auch geschafft, mir eine Fahne in Schwarz-Rot-Gold zu nähen. Jaja, ich weiß, eigentlich wollte ich das selbst machen. Hatte eben Besseres zu tun. Und dass federfee das Miniaturdingens ursprünglich als Tischdeckchen gedacht hatte, stört mich nicht weiter. Hauptsache, meine Ausstattung ist komplett.
Nur das mit dem Vuvuzela-Verbot in der Wohnung find ich nun doch etwas sehr übertrieben…

Aber die zwei Knalldinger lasse ich mir nicht einfach unterm Rüssel wegnehmen! Der Countdown läuft. Und wenn das Spiel kein Knaller wird, dann knall ich!

bis dahin
euer Achim

Aber er hat sich Mühe gegeben

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Sicher, es ist schon ein paar Tage her. Nicht viele. Und nicht schlimm. Trotzdem erzählenswert.

EM-Spiel. Deutschland gegen Portugal.

Eine lustige, gesellige Runde nimmt auf der Terrasse Platz und schaut gebannt auf die Mattscheibe. Viel Reden ist nicht. Vielleicht ein ganz bisschen zwischendurch. Aber hauptsächlich über Fußball. Wenn überhaupt.

ER mittendrin. Und so feuert er eifrig die Mannschaft mit aktuellem Ballbesitz an. Der Stürmer kurz vorm Tor. Ein Knäuel aus kurzbehosten Männerbeinen. Irgendwo dazwischen das begehrte runde Lederstück. Das mit dem Tor könnte klappen. Sieht gut aus. Er fiebert mit, feuert an, gibt sein Bestes…
…und merkt nicht, dass alle Anwesenden um ihn herum aus Angst vorm möglichen Treffer imaginär auf ihren Fingernägeln knabbern. Sich vor Spannung – und Furcht – nur schwer auf den Plätzen halten können.

“Looos! Schiiiieeß!” Er ist eben voll dabei. Erst ein leises “Schatz, das ist die falsche Mannschaft. Das ist Portugal.” holt ihn in die Realität zurück. In der Realität, in der er als einer der wenigen Nicht-EM-Fans sehnsüchtig auf ein Ende des “laaangweiligen” Blödsinns wartet. Aber zumindest hat er sich Mühe gegeben mit Anfeuern und Mitfiebern und so. Hat sich extra Balltatoos an den Hals geklebt. Und sich mit Schwarz-Rot-Gelb das Gesicht beflaggt.
Das mit den Mannschaften kommt vielleicht noch. Vielleicht. Denn beim zweiten Deutschland-Spiel gegen die Niederlande hat er den Fehler nicht nochmal gemacht. Um Gottes Willen. Nicht nochmal die Falschen anfeuern! Dann doch lieber sich der spannenden Reparatur von Computer und Laptop widmen. Sollen doch die anderen Verrückten dem Ball hinterhergucken…

Flieg kleiner Teppich, flieg

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Die Geschichte vom fliegenden Ministerteppich, der gar nicht fliegen sollte. Oder zumindest nicht im BND-Flugzeug.

Es war einmal ein Entwicklungsminister, der es gut mit dem afghanischen Kleingewerbe meinte. Mittels Teppichkauf wollte er diese Branche persönlich unterstützen. So wird es überliefert. Jedoch vergaß er dabei, dass deutsche Politiker während Dienstreisen nie, nie, niemals nicht eine freie, private Minute für sich haben. Schon gar nicht im Ausland. Private Einkäufe, Mitbringsel gar, sind aus diesem Grund strengstens untersagt. Vielmehr nicht möglich. Deswegen wollen Politiker anderer Parteien schnell prüfen, ob sich der (unwissende) Minister noch bei weiteren Dienstreisen mit privat gekauftem Gut bereichert hat.

Doch ist das Märchen an dieser Stelle noch längst nicht aus. Im Gegenteil. Von Flugunfähigkeit befallen, nutzte der Teppich den ohnehin nach Deutschland aufbrechenden BND-Flieger als Mitfluggelegenheit. Wie sollte er auch ahnen, dass sein Besitzer damit in Teufels Küche – oder besser ins Visier der Steuerfahnder gerät…

Sicher, verzollen und versteuern muss sein. Aber ganz im Ernst, ist es nicht allzu menschlich, eine Transportgelegenheit wie diese gerne anzunehmen. Zumal die 20, 30 Kilo Teppich den Treibstoffverbrauch sicher nicht in unermessliche Höhen getrieben haben werden. Der Pilot hat keinen Zwischenstopp im Ministergarten gemacht. Und die Abholung vom Flughafen hat der Fahrer vom Herrn Niebel übernommen.

Steuerhinterzieher, die ihr Schwarzgeld (in Millionenhöhe!) in der Schweiz verstecken und nur durch mehr oder weniger Zufall entdeckt zu werden drohen, kommen mit einer Selbstanzeige straffrei davon – und beim Minister, der vielleicht doch mal ein paar Minuten Privatmann sein darf… ???

Vorbildfunktion hin oder her – wollten wir nicht immer Menschen als Politiker? So richtige Menschen. Mit kleinen Ecken und Kanten. Und ab und zu auch mal kleinen Fehlern. Oder sogar Schussligkeiten, die manchmal aus reinem Versehen passieren.
Hmm.
Nicht?