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P52#7 – rosarot

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P52#7_rosarot“Dieses Kribbeln im Bauch, dass man nie mehr vergisst…” Gaaanz so wie Pe Werner es besingt, ist es ja nun in der Realität nicht. Irgendwann vergisst man das Kribbeln im Bauch nämlich sehr wohl. Spätestens wenn die rosarote Brille eingestaubt in der hintersten Schrankecke ihr Dasein fristet und sich die Jahre der Zusammengehörigkeit beinahe wie die Jahresringe einer alten Eiche zählen lassen.

Da kommt es ganz gut, ab und zu (oder öfter) mal wieder durch die rosaroten Gläser zu schauen. Vielleicht ist es ja dann wieder da, “dieses Kribbeln im Bauch”. Auch ganz ohne Valentinstag, übrigens.

Nachricht im Schnee

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Nachricht vom Sohnemann

“Mama, warum haben wir alle was im Schuh und nur du nicht?”, musste ich mich am Nikolaustag von Junior zur Rede stellen lassen. Uuups. Da ist dem guten Herrn wohl ein gravierender Fehler unterlaufen. Dass sich der Rest von Nikolaus’ Beute in meinem Rucksack versteckt hielt, habe ich ihm nicht erzählt. Dafür hat mir Sohnemann mir auch nicht vorher gesagt, was mich erwarten wird, wenn ich ein paar Stunden später unserem Auto begegnen werde…

…Hach, das entschädigt allemal für einen leeren Stiefel am Nikolaustag :)

Hurra, hurra – sie sind wieder da

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Ich habs befürchtet. Kaum sind meine beiden Männers wieder zurück und beenden damit schlagartig meine familienfreien neun Tage, bleibt kaum noch Zeit für mich, um sich auf der momentewiese zu sonnen und sie mit den noch übriggebliebenen kleinen Geschichtchen zu versorgen. :(

Meckern will ich aber auf gar keinen Fall. Schließlich ist es auch wiederum schön, meine beiden größte Schätze in den Armen zu halten.
Und was das “Versorgen” angeht, bieten sie reichlich Ersatz… Während Junior sich zunächst am allermeisten über Brause und Fernsehen freut (nach neun Tagen völliger Abstinenz), humpelt großer Schatz schmerzverzerrt erstmal zur Badewanne. Sehr, sehr große Blasen an den Füßen, Krämpfe und Muskelkater in den Waden und (ach, da gibts schon noch genug andere Leidensgeschichten) hat er sich als kleine Mitbringsel “ausgesucht”.

Kurzer Dialog direkt nach Ankunft der beiden auf dem heimischen Sofa:

ich: “Möchtet ihr was trinken und was essen?”

großer Schatz (ganz geschwächt): “Ja.”

ich: “Was denn? Wir haben… oder…”

großer Schatz (noch geschwächter): “Ja.” – “Hauptsache nicht mehr reden.”

Okay, das mit dem Reden klappt inzwischen wieder ganz gut. Jetzt liegt es nur noch an Frau Waschmaschine, die letzten “paar” unerwünschten Nebeneffekte zu beseitigen. Mehr als zwei Touren pro Tag kann ich sie leider nicht drehen lassen. Da hat unser Raumkapazitätsmanagement etwas dagegen. Kann man nix machen.

Fazit des Kinderfreizeitlers sowie des Betreuer-Debütanten:
jederzeit sehr gerne wieder.

Und ich? Nochmal eine sooo lange (ungewohnte) Zeit alleine? Mit ganz vielen Möglichkeiten, die mir sonst eher verborgen bleiben bzw. sich von anderen Dingen zu leicht verdrängen lassen?
Aber selbstverständlich bin ich wieder mit dabei!

Grömitz – mehr als nur Meer

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Ist es jemandem aufgefallen? Gestern hat sich leider kein neuer federfee-allein-zu-Haus-Eintrag hier eingefunden. Lag allerdings daran, dass der Zufall das Schicksal (oder wer auch immer :) ) mich zu einem Spontan-Trip an die Ostsee gerufen hat.

Kleiner Zwischeneinwand:
Ich musste kurz drüber nachdenken, ob ich den genauen Ortsnamen wirklich verraten soll. Nicht etwa aus Geheimniskrämerei. Sondern aus leichter Panik, dass sich demnächst massenhaft Touristen dorthin begeben könnten. Mehr als ohnehin schon da sind. Doch schließlich ist es dort so so toll, dass sich kurzerhand ein kleiner Erfahrungsbericht daraus machen lässt. Nein, gemacht werden muss!
Also das Ziel des Ausflugs nennt sich Grömitz. In Schleswig-Holstein.

Die im Radio immer wieder angekündigten elf (!) Kilometer Stau auf dem Weg dorthin, haben sich glücklicherweise als eine mit 80 km/h durchfahrbare Baustelle entpuppt. Alles gut auf der A1.

Laut Karte (ja, richtig KARTE, kein Navi! Navi lässt verdummen, finde ich) gibts die passende Autobahnabfahrt (Nr.13) namens Neustadt-Pelzerhaken. Schöner, viel viel schöner, ist es allerdings, wenn man schon um einiges früher abfährt (ich bevorzuge Timmendorfer Strand) und direkt entlang der Strandpromenaden bis nach Grömitz tuckert. Schneller als tuckern geht auch gar nicht. Zum einen sind es überwiegend 30er Zonen, zum anderen ist der Blick aufs Meer und die Bucht so bezaubernd, dass das Weiterfahren ohnehin schwer fällt. Das Parkplatz-Finden dagegen schon sehr…

Witzigerweise ist das die wohl einzige Situation, in der ich völlig entspannt Schrittgeschwindigkeit fahren kann, ohne genervt zu sein. (Schneller geht meist nicht, da die Fahrer vor einem das Tempo vorgeben). Die unzähligen Urlauber, meist sonnengebräunt, versprühen Urlaubsfeeling pur! Dazu das funkelnde Meer und der herrlich helle Sandstrand. Noch ein paar Boote und Yachten dazu und schon ist der Tagesurlaub perfekt, bevor er richtig angefangen hat. Am Erholungsgefühl solls jedenfalls nicht liegen.

So, ein paar Kilometer bis nach Grömitz sinds trotzdem noch. Die letzten paar müssen leider ohne Meerblick bezwungen werden. Aber die grüne Natur drumherum tut ihr Bestes, um das zu entschädigen.

Der erste Blick nach dem Eingangsschild in Grömitz fiel auf den Hinweis fürs Parkleitsystem. Normalerweise ignoriere ich derartige Nettigkeiten, da sie in der Regel viel zu kompliziert aussehen, um sie beim Fahren deuten zu können. In dem Fall wurden die Parkplätze 1 bis 3 in grüner Schrift als kostenfrei und Parkplatz 4 in rot als kostenpflichtig ausgezeichnet. Mehr erstmal nicht. Leicht zu überblicken und die Wahl dürfte wohl nicht schwer fallen *freu*
(Hatte ich wirklich nicht mit gerechnet. Im Vergleich zu anderen Kur- und Urlaubsorten eine Rarität)

Es kam sogar noch besser. Ein paar Meter weiter wurden die entsprechenden Parkplätze mit ihren Standorten angegeben (u.a. Fußgängerzone, Oststrand Kurklinik, Zentrum). Da mich die Fußgängerzone als Autofahrer allein gedanklich stressen lässt und ich mir vom Zentrum wenig freie Plätze an einem Tag wie gestern versprach, entschied ich mich kurzerhand für die Kurklinik. Kurkliniken sind meist in unmittelbarer Strandnähe. Klingt gut.

Und siehe da! Auf Anhieb ohne Suchen einen tollen Platz gefunden. Keine Parkscheibe nötig und wie versprochen kostenfrei. Ein ziemlich großer Parkplatz übrigens. *beide Daumen hoch*

Der Strand tatsächlich ein paar Meter entfernt. Sehr, sehr sauber. Außer ein paar herumfliegende Tüten nichts zum Beanstanden. Statt auf offene Mülleimer, die entweder überquellen oder als nicht zu übersehbarer Treffpunkt von Wespen genutzt wird, setzt man in Grömitz auf große, bis auf zwei Seitenschlitze geschlossene Container. In heller Sandfarbe, so dass sie fast unsichtbar wirken. Zum Sand selbst: sehr fein, sehr hell. Absolut perfekt!

Die Tageskarte für den Strand ist mit zwei Euro definitiv nicht zu teuer.

Mit mehreren kleinen Restaurants und Imbisses und mindestens einen Souvenirladen gibts eine ausreichend bunte Auswahl an allem. Ganz toll auch der Quark-Imbiss im Kulturhaus. Frischer Quark (natur oder in verschiedenen Geschmackssorten) mit frischem bzw. eingelegtem Obst und dazu auf Wunsch Müsli, Haferflocken oder andere Leckereien obendrauf. Super! Nicht immer nur Pommes mit Currywurst.

Nächster absoluter Pluspunkt für mich:
Die Toiletten. Für uns Frauen ganz wichtig. An Tagen, an denen wir besonders viel trinken müssen (ich meine Wasser) erst Recht. Aus Erfahrung bin ich öffentlichen Toiletten gegenüber extrem skeptisch eingestellt. Besonders am Strand oder Schwimmbad – mit den nassen Klamotten, Füßen, vermischt mit Dreck…weitere Ausführungen erspar ich mir mal.

Nicht so in Grömitz an der Kurpromenade. Ein Häuschen aus Stein (noch nichts Besonderes). Mit jeweils mehreren Kabinen für die Herren (gehe ich mal ungesehen von aus) und für die Damen. Alles gefliest. Und – Überraschung: der Boden ist trocken! Selbst in den Kabinen! Vielleicht war das mit dem trockenen Fußboden auch nur Glückssache. Kann ja sein. Aber die Geruchsneutralität – eine absolute Seltenheit auf öffentlichen Toiletten. Definitiv. Und dass das Papier irgendwann leer ist und frau kurz zum Taschentuch greift – bei einer sonst so guten und sogar kostenfreien (!) Toilette – lässt sich in Kauf nehmen. Finde ich. Uuuund – nicht ein einziges Mal habe ich dort die sonst übliche meterlange Schlange warten sehen!

Für Bewegungsfans außerhalb des Wassers:
Volleyballnetz und Klettergerüste für die Jüngeren.

DLRG-Türme stehen in regelmäßigen Abständen. Ich hab ehrlich gesagt nicht nachgeschaut, ob sie auch besetzt sind. Aber mindestens das DLRG-Hauptgebäude am Strand war besetzt.

Falls ihr also mal an die Ostsee wollt: Grömitz ist wirklich spitze!

Leider, leider habe ich in aller Eile, die Kurzentschlossene nun mal packt, auf die Kamera verzichtet. Dachte mir, ich erspare ihr den Nachmittag am Strand mit Sand und Hitze. Im Nachhinein sehr schade. Dafür wäre ich auch zweimal zwischen Parkplatz und Strand gependelt…
(Daher oben links ein etwas älteres Foto von der Ostsee. Nicht in Grömitz. Aber sehr nah dran.)