Jetzt ist er weg. Für immer. Kommt auch nicht wieder. Wohnt jetzt einige Kilometer entfernt von mir. *schnief*
Er fehlt mir so schrecklich!
Vielleicht sollte ich ihn mal heimlich besuchen? Nein, nicht ausspionieren oder stalken. Nur mal gucken, wie es ihm geht. Ob alles in Ordnung ist.
Dabei hab ich ihm extra nicht hinterher gesehen, als er mich verlassen hat. Nein, ganz standhaft bin ich in der Wohnung geblieben. Zu schmerzhaft wäre es gewesen, zu sehen, wie er nach fast achteinhalb Jahren von dannen zieht. Für immer.
Schon in den letzten Wochen, als sich der Abschied ganz unerwartet angekündigt hat, blieben meine Blicke beim Vorbeigehen immer wieder trauererfüllt an ihm hängen. So wie mein Herz seit Jahren an ihm hängt. *seufz*
Ein Hin und Her zwischen Verdrängen und in Erinnerungen schwelgen. Was haben wir alles zusammen erlebt!
Durch die größten Matschgräben, aus denen ich uns nie wieder herauskommen sah, haben wir uns schweißgebadet gekämpft. Sumpfige Wiesen. Holprige Pisten, die selbst erfahrene Offroad-Liebhaber herausfordern. Kasseler Berge, die zwischenzeitlich unbezwingbar erschienen. Großeinkäufe im Möbelladen. Romantische Abstecher an den Strand und… ach, was haben wir alles zusammen erlebt.
Und nun alles vorbei. Aus und vorbei. Blitzeblank herausgeputzt wie sonst seltsamerweise fast nie stand er abfahrbereit an der Straße. Klein, kompakt und unglaublich süß – wie immer. Wie gern hätte ich mich ein letztes Mal zu ihm in ihn gesetzt, eine letzte Runde gedreht. Nochmal bei voller Radiolautstärke und offenem Fenster. Aber hätte es den Abschied wirklich einfacher gemacht?
Nie hätte ich gedacht, dass es wirklich so hart ist, seine erste große Autoliebe zu verlieren.
Da spendet auch der gleichfarbige Nachfolger keinen Trost.

My first auto-love